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Lithium-Akkus: Die unterschätzte Brandgefahr unserer Zeit!

Warum falsch entsorgte Akkus ganze Recyclingbetriebe in Flammen setzen können

Die Zahl der Brände auf Recycling- und Schrottplätzen nimmt seit Jahren dramatisch zu. Besonders alarmierend: Immer häufiger stehen Lithium-Ionen-Akkus im Verdacht, die Ursache solcher Großbrände zu sein. Erst in diesen Tagen kam es erneut zu einem schweren Feuer bei einem Metallrecyclingbetrieb im Hafen Krefeld. Rund 700 Tonnen Metallschrott standen in Flammen, die Rauchwolke zog weit über den Niederrhein hinaus. Feuerwehr, THW sowie zahlreiche Einsatzkräfte aus mehreren Städten waren stundenlang im Großeinsatz. Die vermutete Ursache: ein falsch entsorgter oder beschädigter Lithium-Ionen-Akku.

Was viele Menschen unterschätzen: Bereits kleinste Lithium-Akkus aus Smartphones, Werkzeugen, E-Bikes, Spielzeugen, Kopfhörern oder elektronischen Geräten können enorme Schäden verursachen. Werden solche Akkus beschädigt, gequetscht oder versehentlich im Schrott zerkleinert, kann es innerhalb von Sekunden zu einer sogenannten „thermischen Kettenreaktion“ kommen. Der Akku entzündet sich selbstständig, entwickelt extreme Temperaturen von mehreren hundert Grad und setzt hochgiftige Rauchgase frei.

Besonders gefährlich ist dabei:

Lithium-Brände sind kaum kontrollierbar. Sie können sich selbst erneut entzünden, selbst wenn das Feuer zunächst gelöscht scheint. Oft reichen kleine Funken oder minimale Beschädigungen aus, um ganze Schrottberge, Hallen oder Anlagen in Brand zu setzen.

Allein im vergangenen Jahr mussten zahlreiche Entsorgungs- und Recyclingunternehmen in Nordrhein-Westfalen schwere Großbrände verzeichnen. In vielen Fällen standen falsch entsorgte Lithium-Akkus im Verdacht. Branchenweit sprechen Feuerwehren und Versicherer inzwischen von einer der größten Gefahrenquellen für die Recyclingwirtschaft.

Auch beim aktuellen Brand in Krefeld erklärten sowohl Stadt als auch Unternehmensleitung, dass höchstwahrscheinlich erneut ein Lithium-Ionen-Akku Auslöser des Feuers gewesen sei. Bereits Ende 2025 hatte es dort einen ähnlichen Großbrand gegeben – ebenfalls vermutlich verursacht durch einen Lithium-Akku.

Für Recyclingbetriebe bedeuten solche Ereignisse enorme Risiken:

  • Gefahr für Mitarbeiter und Einsatzkräfte
  • Hohe Umweltbelastungen durch Rauch und Löschwasser
  • Millionen-Schäden an Maschinen und Gebäuden
  • Betriebsunterbrechungen und Existenzrisiken
  • Gefährdung angrenzender Wohn- und Gewerbegebiete

Viele Verbraucher wissen gar nicht, wie allgegenwärtig Lithium-Akkus inzwischen sind. Selbst kleine Geräte enthalten heute leistungsstarke Energiespeicher. Besonders kritisch sind:

  • E-Bike- und Scooter-Akkus
  • Powerbanks
  • Akkuschrauber und Elektrowerkzeuge
  • Smartphones und Tablets
  • Vapes / E-Zigaretten
  • Knopfzellen und kleine Geräteakkus
  • beschädigte oder aufgeblähte Akkus

Daher unser dringender Appell an alle Kunden, Lieferanten und Anlieferer:

⚠️ Lithium-Akkus und batteriebetriebene Geräte dürfen NICHT in den Schrott oder Mischabfall gelangen.

Bitte prüfen Sie Anlieferungen sorgfältig und entfernen Sie Akkus vor der Entsorgung. Bereits ein einzelner defekter Akku kann einen verheerenden Großbrand auslösen.

Als zertifizierter Entsorgungs- und Recyclingfachbetrieb investieren wir laufend in Sicherheitsmaßnahmen, Brandschutz, Kontrollen und Sensibilisierung unserer Mitarbeiter. Dennoch lässt sich die Gefahr nur gemeinsam minimieren – durch verantwortungsbewusstes Verhalten aller Beteiligten.

Denn eines ist klar:

Der Rohstoff Lithium ist wertvoll.

Ein falsch entsorgter Lithium-Akku dagegen kann zur brandgefährlichen Zeitbombe werden.